Sowjetische Wirtschaftsplanung
Definition
Die sowjetische Wirtschaftsplanung bezieht sich auf das zentrale Planungssystem, das in der Sowjetunion von 1928 bis 1991 zur Steuerung der Wirtschaft eingesetzt wurde. Unter der Führung der Kommunistischen Partei wurden alle wirtschaftlichen Entscheidungen zentralisiert und von staatlichen Planungsbehörden getroffen.
Geschichte
Die sowjetische Wirtschaftsplanung wurde maßgeblich von der Ideologie des Marxismus-Leninismus geprägt. Nach der Oktoberrevolution 1917 begann die Sowjetregierung unter Lenin mit der Umsetzung von Planwirtschaftsplänen, um die Wirtschaft zu verstaatlichen und zu lenken. Unter Stalin wurde die Planwirtschaft weiter ausgebaut und bis in die 1980er Jahre beibehalten.
Planungsmechanismus
Die zentrale Planung in der Sowjetunion erfolgte durch das Gosplan, das staatliche Planungskomitee. Der Gosplan erstellte Fünfjahrespläne, die Produktionsziele, Ressourcenallokation und Investitionen für einen Zeitraum von fünf Jahren festlegten. Die Planung umfasste alle Bereiche der Wirtschaft, von der Landwirtschaft über die Industrie bis hin zum Handel.
Merkmale
- Zentrale Steuerung: Alle wirtschaftlichen Entscheidungen wurden von staatlichen Behörden getroffen.
- Fünfjahrespläne: Die Wirtschaftsziele wurden in Fünfjahresplänen festgelegt und umgesetzt.
- Mangelwirtschaft: Aufgrund von ineffizienten Planungsmechanismen kam es oft zu Engpässen und Mangel an bestimmten Gütern.
- Fehlanreize: Da die Planziele politisch vorgegeben waren, wurden Produktionszahlen oft überhöht, um die Ziele zu erfüllen.
Kritik
Die sowjetische Wirtschaftsplanung wurde vielfach
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